Hauptschule Sophienstrasse

Hauptschule Sophienstraße - Braunschweig


Schulsanitätsdienst


Schulsanitätsdienst

Den Schulsanitätsdienst gibt es seit ca. 10 Jahren an der Sophienschule.
Vor sieben Jahren fand die offizielle Gründung statt, er arbeitet eng mit JRK / DRK zusammen.
Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen haben in ihrer Freizeit einen Erste Hilfe Kurs absolviert und erhalten mindestens einmal im Jahr eine Fortbildung. Darüber hinaus haben sich einige Schulsanis auch weiter qualifiziert (SAN A-C).
Die Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren leisten während des Vormittags Sanitätsdienste aller Art, vom Pflaster kleben über Trösten bis hin zur Herz - Lungen - Wiederbelebung.

Unser Team:

Schulsanitätsdienst Schulsanitätsdienst

Helfende Hände schlagen nicht - der Schulsanitätsdienst auch als Sozialkompetenztraining

Zweimal die Woche, mittwochs und freitags gibt Herr Langrock, Sanitätsunterricht. Sobald er die Tür aufgeschlossen hat, stürmen alle in den Raum, um sich die besten Plätze zu sichern.

Da lernt man verletzte Menschen z.B. mit einem Doughnut, der aus einem Dreieckstuch besteht, wegzutragen und Wunden zu verbinden. Für die Schüler der Schule ist es wichtig, dass Schüler dies können und der Schulsanitätsdienst sofort auf der Matte steht, wenn Blut fließt, denn die Lehrer haben ja nicht ständig Pflaster und Verbandszeug in der Hosentasche. Manchmal geht eine Gruppe vor die Tür und der Rest stellt eine Situation dar, wie sich zum Beispiel jemand mit einer Säge den Arm aufgeschlitzt hat. Die andere Gruppe, die vor der Tür stand, wird hereingeholt, muss den Raum durchsuchen wie an Ostern, um den Verletzten zu finden.

Sobald dieser entdeckt ist, überlegt die Gruppe, was getan werden muss, zum Beispiel einen Druckverband anlegen oder etwas anderes. Am Ende dieser Übung sagt Herr Langrock, ob die Erste Hilfe Übung richtig oder falsch ausgeführt wurde und wie sie hätte ablaufen müssen. Zwischendurch dürfen sich die Teilnehmer leise unterhalten, wenn sie nicht an der Reihe sind und nicht zuhören müssen. Am Ende gehen alle Schüler mit guter Laune und begeistert nach draußen. Den Schülern macht es Spaß. Solche außergewöhnlichen Dinge spielen sich in der Grund- und Hauptschule Sophienstraße ab.

"Mir macht es sehr viel Spaß und Herr Langrock ist nicht streng. Ich kann es nur weiter empfehlen, da man Erste Hilfe lernt und alles ruhig abläuft. Für alle, die keinen Kampfsport mögen."

Klasse 6a, 6b der Hauptschule Sophienstraße (2006)

Einsatzbericht vom 06. 06. 07

In der 2. großen Pause wurde ich von mehreren Schülern angesprochen, dass sich in unmittelbarer Nähe ein Schüler verletzt haben soll und sich nicht mehr bewegt.

Daraufhin begab ich mich umgehend zum Unfallort, wo ich den Verletzten auch schon liegen sah. Da er auf mehrere Versuche heraus zu bekommen, was ihm fehle, nicht reagierte, zog ich es vor, Herrn Langrock zu benachrichtigen und auch zum Unfallort zu holen. Kurze Zeit später wurde der Notruf abgesetzt.

Nach wenigen Minuten wies ich den Rettungswagen und den kurz darauf folgenden Notarztwagen ein.

Die Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr stellten fest, dass die Kniescheibe im linken Bein heraus gesprungen war. Nach dem Aufschneiden der Hose des Verletzten wurde sie von der Notärztin durch einen kurzen Handgriff wieder an die richtige Stelle gedrückt. Zuvor hatten die Profisanis dem Verletzen schon einen venösen Zugang gelegt und einen Tropf angeschossen. Sivana, eine unserer jüngsten Schulsanis dufte ihn halten.

Anschließend verpackte ich das Bein unter Anweisung der Rettungsassistenten in eine Luftkammerschiene. Nach dem Einschienen wurde der Verletzte von uns Schulsanis auf das Tragetuch gelegt, auf die Trage getragen und in den RTW verladen.

Dort habe ich noch den Blutdruck und den Puls gemessen. Die Werte übernahm die Notärztin in ihr Protokoll.

Der Verletzte war vorläufig versorgt, unsere Arbeit getan und der RTW brachte ihn ins Krankenhaus.

Wir erhielten ein großes Lob von den Rettungsassistenten und der Notärztin für unsere Arbeit und unseren gut ausgebildeten und gut funktionierenden Schulsanitätsdienst.

Florian Kohnert, 10a

Einsatzbericht des SSD

Am Mittwoch den 06.05.2007 passierte in der 2-ten großen Pause ein Unfall. Ein Junge lag auf dem Boden und weinte vor Schmerzen. Es waren auch schon unsere Schulsanitäter vor Ort. Er wurde angesprochen, versorgt und in eine stabile Lage gebracht. Zum Schutz vor Wärmeverlust haben wir ihm eine Decke übergelegt. Da es auf dem Schulhof passierte, waren die ganzen Schüler der Schule um ihn herum. Wir haben sie gebeten etwas Abstand zu halten, damit dem Verletzten mehr Freiraum zu bieten.

Als wir mitbekommen hatten, dass ihm jede Bewegung sehr weh tat, alarmierten wir den Notarzt. Florian, Silvana und Sophia gingen dem Rettungswagen entgegen um ihm den Weg zum zu zeigen.

Als er dann vor Ort war, machten die Schüler Platz für die Rettungssanitäter. Sie versorgten den verletzten Jungen mit einem Tropf. Kurze Zeit später kam eine Notärztin hinzu. Sie stellte fest, dass die Kniescheibe von dem Jungen beim Gehen herausgesprungen ist. Sie zerschnitt ihm die Hose damit das  Knie frei lag, und sie es einrenken konnte. Er schrie vor Schmerzen, als sie auch nur sein Bein berührte. Die Pause klingelte ab.

 Als die Schüler vom Hof verschwunden waren, renkte sie die Kniescheibe wieder ein. Die Ärztin musste ihm beruhigen, da er sehr unter Schock stand. Nach kurzer Zeit hatte er sich beruhigt und wir legten ihn auf ein Tragetuch, auf 3 hoben die Rettungssanitäter und die Schulsanitäter an. Wir legten ihn vorsichtig auf die Krankentrage und brachten ihn in den Rettungswagen. Dort wurde dann von uns der Blutdruck und der Puls gemessen.

Wir bekamen ein großes Lob von den Ärzten. Sie freuten sich, dass unsere Schule so einen gut funktionierenden Sanitätsdienst besitzt. Unser Betreuer, Herr Langrock,  fand es ganz toll, dass unsere kleinen jungen Sanis den Verletzten so toll getröstet haben, und dass wir so gut mit den Profis zusammen gearbeitet haben.

gez. Sophia Rese

Einsatzbericht vom 6. 6. 07

Den beiden Berichten unsere beiden erfahrensten Schulsanis ist nichts hinzu zu fügen. Ergänzen und lobend erwähnen möchte ich noch, dass unsere jüngsten SSDlerinnen aus der 5. Klasse ebenfalls im Rahmen ihrer Möglichkeiten hervorragend mitgeholfen haben. Selten habe ich es erlebt, dass der Verletzte so liebevoll getröstet und umsorgt wurde.

Insgesamt kann ich über den Einsatz sagen, dass alle Beteiligten professionell ruhig, ohne Hektik zu Werke gegangen sind. Die vielen, vielen Übungsstunden, Fort- und Weiterbildungen haben sich ausgezahlt.

Mein Dank geht zuerst an alle beteiligten Schulsanis, aber auch an das Rettungsteam der Berufsfeuerwehr und an die Notärztin, die uns so viel Vertauen und Wertschätzung entgegengebracht haben, indem sie uns in die Hilfsaktion voll eingebunden haben.

Rainer Langrock

Lehrer und Leiter der SSD – Gruppe der HS Sophienstraße und ehrenamtlicher Ausbilder im DRK

 

Download des Films zum Schulsanitätsdienst: sani.swf